Erfolgreiche Gründung der GlobeCann Federation

News , 11 Juli, 2019

Es gibt nur wenige Themen, einmal abgesehen von der Politik, die in den vergangenen Jahren in vielen Ländern der Welt für derart viel Aufsehen gesorgt haben, wie die nationalen und internationalen Diskussionen um Hanf: seine Geschichte, seine Verwertungs- und Anwendungsmöglichkeiten – einst, jetzt und in der Zukunft. Nicht zu vergessen: Zahlreiche unterschiedliche Rechtsauffassungen in den Ländern der EU und Übersee. Die industrielle Verwertung von Hanf in all seinen Anwendungsbereichen stellt Produzenten, aber auch Verwaltungen, und in weiterer Folge auch die Politik, vor völlig neue Herausforderungen.

Daher begannen im März 2019 die Vorbereitungen zur Gründung einer internationalen Vereinigung, der GlobeCann Federation: Ein internationaler Verein mit Sitz in Zürich mit einem klar definierten Ziel: nämlich eine internationale Interessensvertretung darzustellen, aber auch eine starke Verbraucherschutzorganisation zu sein.

GlobeCann versteht sich als internationale Plattform für alle relevanten Akteure des Hanfmarktes. Denn, so die Auffassung der Gründungsmitglieder: „Nur gemeinsam können wir an einem Strang ziehen, um das Potential der Hanfpflanze gewinnbringend und wachstumsfördernd zu nutzen“, ist sich der Nahrungsmittel-Lobbyist und Gründungsvorstand Dario Dongo sicher. Zusätzlich zur Forschung, Landwirtschaft und der Industrie will der Verein als global agierende Organisation vor allem auch Konsumenten und Investoren mit ins Boot holen.

Zum Vorstand des Vereins gehören: der ehemalige mazedonische Minister Ivo Ivanovski, der Züricher Rechtsanwalt Markus Bösiger sowie der Schweizer Ökonomie-Professor Thomas Schmitt. „Hanf bietet innovativen Unternehmern und Unternehmen die Möglichkeit eine Vielzahl innovativer Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen“, bringt es der deutsch-österreichische Volkswirt Christoph Demuth, Mitglied des dreiköpfigen Managementteams und Vorstandsmitglied, auf den Punkt. „Die Palette reicht von Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln über Heilmittel, Papier, Textilien bis hin zu Baustoffen und Biomasse für die Energiegewinnung.“ Selbst Bioplastik als besonders nachhaltige Ressource lässt sich aus dieser Wunderpflanze herstellen. Der österreichisch-schweizer Unternehmer Reinhold Eder (CEO des Vereins): „Mit GlobeCann wollen wir Standards in der gebräuchlichen Fachterminologie entwickeln.“ Und: Der Verein sammelt Hanf relevante Daten – national wie international – zur Aufarbeitung und Verfügbarkeit für alle Mitglieder.

GlobeCann verfügt derzeit über mehr als 20 Mitglieder aus sechs verschiedenen Ländern: u.a. der im burgenländischen Gols beheimateten Deep Nature Project, , OPMED AG, Icontel Management AG oder Cannhelp. Eva Butler (GlobeCann COO) betont vor allem die internationale Ausrichtung des Vereins: „In den kommenden Jahren werden wir uns neben Europa auch den Märkten in Nordamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland, sowie Japan und China widmen.“ In Planung ist den Vorstand noch im Jahr 2019 personell zu stärken und auszubauen. Der Wunsch des Managements und des Vorstandes: Expertise aus möglichst vielen nationalen Märkten und unterschiedlichen Verwertungsmodellen, regional wie national, zu vereinen, zu bündeln und unter Berücksichtigung von nationalen Gepflogenheiten den Mitgliedern wieder zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollen zukünftig auch mehr Frauen im Vorstand vertreten sein.

(Christoph Demuth und Martin Niederauer-Granitz)